Bevölkerung im Wien-Lexikon

Mit dem Beginn des 1. Weltkrieges zählte die Stadt Wien etwa 2,1 Millionen Einwohner. Sie war somit die 4. größte Stadt dieser Welt. Als der 1. Weltkrieg zuende war, hatte die Stadt Wien etwa 200.000 Einwohner weniger als zu den Zeiten zuvor. Die Jahre als die Hauptstadt von einem Vielvölkerstaates haben die Stadt Wien aber nachhaltig geprägt. Immer noch ist die Stadt ein Schmelztiegel von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Kultur sowie auch Religion. Mit den 50er Jahren machen sich einige Siedlungstrends in der Agglomeration der Stadt Wien bemerkbar. Zum einen war beinahe die ganze Region von einem großen Geburtendefiziten betroffen, zum anderen konnte ein großer Zuzug von außerhalb, dies waren andere Bundesländer aber auch das Ausland, die Stadt Wien sowie ihr Umlandgemeinden in vielen Fällen vor einem Rückgang bewahren. Die Zahl an Einwohnern sank bis in das Jahr 1987 auf nur noch 1.484.885 Menschen. Das war der mit Abstand tiefste Einwohnerstand seit dem Jahre 1890. Seit dem steigt die Zahl der Einwohner wieder und wird bis in die Jahre 2030 oder 2050 auf Zwei-Millionen-Einwohner geschätzt. Verantwortlich hierfür ist die recht hohe Zuwanderung aus In- und Ausland. Zu Anfang des Jahres 2007 lebten in der Stadt Wien etwa 1,7 Millionen Menschen. Hiervon wurden rund 24 % nicht in dem wunderschönen Österreich geboren. Etwa 16 % der Wiener Bevölkerung sind keine Staatsbürger Österreichs. Rund 48.000 Menschen stammen aus der Türkei. Weitere 120.000 Menschen kommen ursprünglich aus den ehemals Jugoslawien. Diese Lände stellen die größten Volksgruppen in Wien dar.


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